Malteser Hilfsdienst: Rund 170.000 Impfungen in einem Jahr in den Impfzentren Memmingen und Bad Wörishofen

In einem Kraftakt haben die Malteser letztes Jahr im Dezember 2020 als Betreiber der Impfzentren im Auftrag der Stadt Memmingen und dem Landkreis Unterallgäu in kürzester Zeit aufgebaut und in Betrieb genommen. Zusage war der 9.12.2020 und die Inbetriebnahme der Impfzentren war der 27.12.2020. Seither konnten zusammen mit mobilen Impfteams und dem Impfbus, der im April 2021 in Betrieb gegangen war, rund 165.000 Menschen geimpft werden.
Die ehemalige Realschule in der Buxacher Straße 8 in Memmingen dient nun als Impfzentrum für die Memminger Bürger und Menschen aus dem Umland, teilweise kommen sie sogar aus dem nahe gelegenen Baden-Württemberg. Anfangs waren es zwei Impfstraßen, mittlerweile wird täglich in vier Impfstraßen außer sonntags geimpft.
Im Landkreis Unterallgäu entschied man sich für ein ehemaliges Möbelhaus im Gewerbegebiet in Bad Wörishofen in der Gottlieb-Daimler-Str. 26. Diese ist sehr weitläufig und kann auch einen großen Andrang von Menschen bewältigen. Hier ist das Impfen nur noch mit Anmeldung möglich. Derzeit werden 400 Personen geimpft, trotzdem kann es zu Wartezeiten vor Ort kommen.

Die Impfstrategie ist ein wichtiger Pfeiler in der Corona-Krise 
Durch die Entscheidung der Impfung in den vulnerablen Gruppen konnte diesen rasch geholfen werden. Starteten die Impfzentren zu Anfang mit den mobilen Teams, um in Senioren- und Pflegeheimen Erstimpfungen durchzuführen, waren auch bald Impfungen in den Impfzentren möglich nach der Impfpriorität der zu impfenden Gruppen.
Mit Aufstellung des Teams vor Ort war erst eine verhaltene Impfung umsetzbar, beeinflusst durch Mangel an Impfstoff und die Anpassung an den Anforderungen der Impfstrategie der Politik.
Bald schon konnten mehrere Impfstraßen eröffnet werden, um so ein optimales Impfangebot vor Ort zu schaffen. Mit dem Impfbus, der im April startete und von der Bevölkerung sehr gut angenommen ist, konnte die Impfung noch einfacher der Bevölkerung zugänglich gemacht werden. Sei es, um in das Umland von Memmingen und dem Unterallgäu zu fahren, wo der Weg zu den Impfzentren beschwerlicher wäre für nicht so mobile Personengruppen. Oder am Marktplatz von Memmingen der Bevölkerung in der Vorweihnachtszeit noch die Möglichkeit zu geben, sich impfen zu lassen.

Impfzentren aufrechterhalten trotz Widrigkeiten
Leider gab es auch Menschen, die den Impfzentren schaden wollten, wie z. B. mit der Bombendrohung im August 2021 in den beiden Impfzentren Memmingen und Bad Wörishofen. Gott sei Dank konnte nach der Evakuierung keine Bombe gefunden werden.
Mit dem Sommerloch, als die Zahl der Infizierten stark zurückging, war das Thema Impfung bei den Menschen in den Hintergrund gerückt. Man wog sich in Sicherheit, obschon klar war, dass die Infektionszahlen im Herbst steigen würden. Personal musste ausgestellt werden in den Impfzentren. Eine Zeit lang war die Nachfrage so gering, dass nur noch an drei Tagen die Woche die Impfung angeboten wurde. Unabhängig davon war der Impfbus den ganzen Sommer über unterwegs und konnte ganz bequem von der Bevölkerung genutzt werden. In diesem Zusammenhang war die Zusammenarbeit im Umland mit der Feuerwehr bzw. den Behörden vor Ort hervorragend. Braucht es mit dem Impfbus immer einen Ort mit Räumlichkeiten für die Anmeldung, einen Wartebereich und eine sanitäre Einrichtung. So rasch wie der Rückgang in der Impfbereitschaft war, so schnell ging es in den letzten Wochen an die Grenze der Belastbarkeit der Teams in den Impfzentren. Teilweise mussten sogar mobile Impfteams wegen Impfstoffmangel frühzeitig den Einsatz beenden, obschon die Nachfrage riesig war und ist. Hier sind die Impfstofflogistik und der Impfstoff selbst der Engpass, welches es zu lösen gilt.

Ausblick 2022 in den Impfzentren
Was wir mit Gewissheit sagen können, dass die Impfzentren bis in das Frühjahr 2022 in Betrieb sein werden, um den Menschen die Möglichkeit zur Impfung geben zu können.
Der Impfbus wird wie auch die mobilen Impfteams den Anforderungen angepasst eingesetzt werden. Immer in Abhängigkeit mit den politischen Entscheidungen zur Impfstrategie werden die Malteser in Abstimmung mit der Kreisstadt Memmingen und dem Landkreis Unterallgäu die bestmögliche Lösung für die Impfzentren umsetzten.
Das, was uns diese Krise zeigt, ist: Menschen brauchen Menschen. Zusammen und im guten Austausch miteinander wird diese Krise gemeistert werden.

Malteser. Mitwirken. Aktiv werden.